Schnelle und wirksame Hilfe für die lokale Neusser Wirtschaft


Familien in der Corona-Krise entlasten

Mich haben in den letzten Tagen viele Eltern angesprochen, die in der aktuellen Situation große Probleme haben. Die Probleme sind vielfältig, häufig stehen die Eltern aber vor organisatorischen Herausforderungen und finanziellen Sorgen. Wer betreut die Kinder, solange die Kitas geschlossen sind, ist die erste Frage. Zudem leiden viele Familien finanziell unter der Corona-Krise. Manchen Arbeitnehmer trifft die Kurzarbeit. Andere haben wirtschaftliche Existenznöte, weil sie nicht wissen, ob der Betrieb, in dem sie arbeiten, die Krise meistern kann. Andere müssen Geld in die Hand nehmen, um eine anderweitige Betreuung ihrer Kinder zu bezahlen. Ich wünsche mir eine schnelle und unbürokratische Lösung , welche die Neusser Familien zumindest finanziell entlastet und ihnen so ein wenig ihre Sorgen nehmen kann. Eine Möglichkeit wäre es, in der Zeit der Kitaschließung keine Elternbeiträge zu erheben. Die Stadt hat dazu ein entsprechendes Instrumentarium an der Hand, das ursprünglich für den Streikfall in Kitas eingeführt worden ist und auch in diesem Fall Anwendung finden könnte. Damit könnten wir einen Beitrag leisten, den Familien zu helfen, die ungewohnten Herausforderungen der kommenden Wochen zu bewältigen.

Schnelle und wirksame Hilfe für die lokale Neusser Wirtschaft

Gemeinsam mit unseren CDU-Steuerexpertinnen Elisabeth Heyers und Jutta Stüsgen habe ich mich in den letzten Tagen intensiv mit Gewerbetreibenden und Gastronomen über die unmittelbaren Folgen und Probleme der Corona-Krise ausgetauscht. Viele, die besonders betroffen sind, fürchten um ihre wirtschaftliche Existenz. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen wissen nicht, wie sie die nächsten Monate finanziell überbrücken sollen. Obwohl die extremen Einschränkungen gerade erst begonnen haben, brechen die Aufträge weg. Durch die Schließung der Gaststätten ist zum Beispiel über Nacht der Umsatz weggebrochen und kann auch in der Zukunft nicht kompensiert werden. Viele Gastronomen wissen nicht, wie es weitergehen soll. Andere Unternehmer stehen vor der Herausforderung, dass sie Aufträge nicht erfüllen können, weil Mitarbeiter erkrankt sind oder wegen der fehlenden Kinderbetreuung nicht zur Verfügung stehen. Wir alle werden uns auf eine längere Zeit der Einschränkungen einstellen müssen. Diese Maßnahmen sind wichtig und richtig, um die Corona-Krise erfolgreich zu meistern.

In dieser Situation dürfen wir unsere lokale Wirtschaft nicht im Stich lassen. Zügiges Handeln und ein klarer Kompass mit Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge sind gefragt. Das kann dazu beitragen, Arbeits- und Ausbildungsplätze zum Beispiel in unseren Gaststätten, Hotels, Reisebüros, und bei Kultur- und Sportveranstaltern in Neuss zu sichern.

Wir haben zwei mögliche Maßnahmen im Blick, die Linderungen verschaffen könnten und die leicht umzusetzen wären:

1) Die Stundungen der Gewerbesteuerzahlungen durch die Stadt.

2) Die sofortige Neuberechnung bzw. Aussetzung der im Mai anstehenden Gewerbesteuervorauszahlungen durch das Finanzamt.

Wir sind der Meinung: Steuervorauszahlungen dürfen in dieser Krisensituation nicht zu Liquiditätsengpässen führen, die unseren Unternehmen das Genick brechen können. Damit haben wir nicht alle Probleme gelöst, aber es wäre ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Jetzt ist die Zeit des gemeinsamen Handelns.